Germaine Acogny, Ikone des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes und Trägerin des Goldenen Löwen der Biennale Danza, begibt sich mit dem berührenden Solo „Somewhere at the Beginning“ auf einen tastenden Weg in die Vergangenheit: zu den Ursprüngen und den Ahnen, die sie wie Schatten und Zeugen begleiten. Germaine Acognys Körper erzählt von Aufbruch und Rückkehr, vom Verlassen des afrikanischen Kontinents, vom Leben im europäischen Exil und von der Heimkehr. „Somewhere at the Beginning“ entfaltet sich als Suche nach Identität – niemals abgeschlossen, niemals endgültig, sondern immer wieder neu im Werden.
Mansour Ciss Kanakassy ist ein in Berlin lebender Künstler, der 2001 das Laboratoire de Déberlinisation gründete – in Bezug auf die Berliner Kongokonferenz von 1884–85. Dieses künstlerische Labor widmet sich Themen wie Dekolonisierung, Migration und kultureller Identität. Seine Arbeiten spiegeln sowohl die durch den Kolonialismus geprägten Machtstrukturen als auch vorkoloniales Wissen und dessen Symbolik.
Die Reihe UNEXPECTED LESSONS - Knowledges of Body and Sound wird gefördert aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin. In Kooperation mit dem Betty Center for Movement Research der Tanzwissenschaft an der LMU München.